Wo genau trägst du Custom Code in Framer ein?
Unter Site Settings → General → Custom Code gibt es getrennte Felder für „Start of Head“, „End of Head“ und „End of Body“. Das nootiz-Snippet gehört in „Start of Head“, damit es möglichst früh lädt und beim ersten Rendern der Seite bereits aktiv ist. Die Einstellung gilt projektweit für alle Seiten der Site, eine seitenweise Aktivierung ist in Framer im Gegensatz zu Squarespace oder Webflow nicht vorgesehen. Willst du Feedback dennoch auf eine Unterseite eingrenzen, hilft es, den Link nur für diese eine URL zu teilen, statt den Code technisch einzuschränken.
Canvas-Kommentare lösen das Kundenproblem nicht
Framer-eigene Kommentare setzen einen Framer-Zugang und ein Seat im Projekt voraus und beziehen sich auf das Design im Editor, nicht auf die tatsächlich gebaute Seite mit echten Schriftgrößen, Ladezeiten und responsivem Verhalten. nootiz-Notizen liegen dagegen auf der echten, veröffentlichten Seite – inklusive Browser, Betriebssystem und Bildschirmgröße des Kunden, ganz ohne Framer-Login. Gerade bei Kunden, die im Editor schnell den Überblick verlieren, ist das der entscheidende Unterschied: Sie sehen die Seite so, wie sie später live aussieht, und kommentieren genau dort.
Custom Code greift erst nach dem Publish
Wie bei anderen No-Code-Buildern wird Custom Code nur auf der veröffentlichten Seite ausgeliefert, nicht in der Framer-Preview im Editor oder in der Vorschau eines einzelnen Frames. Nutze die kostenlose Framer-Staging-Domain (site-name.framer.website), wenn die eigentliche Live-Domain noch nicht freigegeben ist – Custom Code funktioniert dort identisch zur finalen Domain. Nach jedem erneuten Publish lohnt sich ein kurzer Reload, um sicherzugehen, dass der aktuelle Stand inklusive Snippet tatsächlich ausgeliefert wird.
Wie ordnest du Notizen den Framer-Seiten und -Komponenten zu?
Framer-Projekte bestehen oft aus wiederverwendeten Komponenten (etwa Header, Footer oder CTA-Sections), die auf mehreren Seiten gleich aussehen. Jede nootiz-Notiz speichert die exakte URL der Unterseite und einen Screenshot, sodass klar ist, auf welcher Seite eine baugleiche Komponente gemeint war – auch wenn sie über mehrere Routen hinweg wiederverwendet wird. Für Entwickler bedeutet das: Sie müssen nicht raten, ob ein Kommentar zum Header auf der Startseite oder auf einer Unterseite gilt, weil die URL das eindeutig festhält.
Brauchen Kunden einen Framer-Seat, um Feedback zu geben?
Nein. Sie öffnen nur den nootiz-Link zur veröffentlichten Seite und können dort direkt Notizen setzen, ohne im Framer-Projekt als Mitglied eingeladen zu sein. Das spart dir zusätzliche, oft kostenpflichtige Seats für Personen, die ohnehin nie im Editor arbeiten, etwa Marketing-Verantwortliche oder externe Auftraggeber. Gerade bei Agenturen mit vielen wechselnden Kundenkontakten summiert sich das schnell zu einer spürbaren Kostenersparnis gegenüber zusätzlichen Framer-Seats pro Projekt.
Funktioniert es mit Framer-Animationen, Overlays und Sticky-Elementen?
Ja. Notizen hängen am gerenderten Element im DOM, nicht an einer statischen Koordinate auf dem Bildschirm. Bei Overlays, Modals oder aufklappbaren Menüs setzt du die Notiz einfach, während das Element sichtbar geöffnet ist – nootiz merkt sich den Zustand über den Screenshot-Kontext mit, sodass später klar bleibt, welcher Zustand gemeint war. Auch bei Scroll-Animationen oder Sticky-Headern bleibt die Zuordnung stabil, solange die Notiz gesetzt wird, während das Element tatsächlich sichtbar ist.
Wo liegen die Grenzen bei Framer?
Auf CMS-Collection-Seiten, die dynamisch aus einer Framer-Collection generiert werden, funktioniert das Setup genauso wie auf statischen Seiten, weil jede Collection-Seite eine eigene, reguläre URL erhält. Passwortgeschützte Seiten (Framer „Password Protection“) liefern Custom Code ebenfalls weiterhin aus, sodass Feedback vor dem offiziellen Launch möglich bleibt. Nicht abgedeckt sind reine Editor-interne Zustände wie ungespeicherte Entwürfe oder Varianten, die noch nie publiziert wurden – dort gibt es schlicht keine URL, auf die sich eine Notiz beziehen könnte.